Alles fing damit an:
Kim Kardashian postete vor knapp einem Jahr ein Selfie, was aussah, als hätte sie sich mit Streifen in unterschiedlichen Hauttönen das Gesicht beschmiert, quasi wie eine Kriegsbemalung, und löste damit einen totalen Hype aus.
Die Idee, das Gesicht mit hellen und dunklen Make-Ups zu modellieren war nicht neu, aber mit ihrem Bild setzte sie ein Beauty-Statement, und schon eiferten ihr viele nach.
Mittlerweile ist der Trend auch bei uns angekommen und man sieht in den Schmink-Regalen in Drogerie- und Fachgeschäften immer mehr Contouring-Paletten, Bronzer und Highlighter.
Wenn man das Prinzip einmal verstanden hat, ist es garnicht so schwer und man kann das beste aus seiner Gesichtsform herausholen, Defizite kaschieren und Schönes hervorheben.

Alles, was Ihr dafür braucht, ist eine Contouring-Palette oder einfach ein dunkleres Produkt, sowie einen Highlighter. Ob flüssig, cremig oder in Puderform. Das ist jedem selbst überlassen.

Meine Contouring-Palette. Foto: Carolin Hinz

Meine Contouring-Palette.
Foto: Carolin Hinz

Zum Ausprobieren habe ich mich für eine günstige Contouring-Palette von Catrice entschieden. Die gibt es für ca. 4€ bei Müller und DM, und sie passt durch die enthaltenen 5 Farbtöne zu allen Hautfarben.

Ich zeige euch, wie ihr Contouring bei verschiedenen Gesichtsformen anwenden könnt und wie ich es bei mir angewendet habe.

Fangen wir doch einfach mal bei der schmalen Gesichtsform an:

schmale Gesichtsform. Foto: Carolin Hinz

Schmale Gesichtsform.
Foto: Carolin Hinz

Bei meinen Zeichnungen habe ich drei Farbtöne verwendet. Einen dunklen Ton zum Kaschieren, das Rosa stellt den Highlighter dar, der das beste betont. Der mittlere Braunton stellt auch einen Mittelwert da, damit das Verblenden der einzelnen Formen leichter fällt. Profis reichen auch ein dunkles Braun, sowie ein ganz heller Ton.
Wer mag, trägt unter dem Ganzen noch seine Foundation auf. Da ich mit cremigen Farben arbeite, habe ich mir mein normales Make-Up gespart.

Ein schmales Gesicht wird optisch verkürzt, indem man am Haaransatz und an der Kinnspitze den dunklen Ton aufträgt. Zusätzlich wird das Gesicht modelliert, wenn man den dunklen Ton auch unter den Wangenknochen, an den Schläfen und neben der Nase aufträgt. (So kann man auch breite Nasen schmaler mogeln)
Den Highlighter verwendet man unter den Augenbrauen, über den Wangenknochen, auf dem Nasenrücken und auf dem Mittelpunkt der Stirn. Die Bereiche zwischen Highlighter und dunklem Ton kann man mit Streifen in einer Zwischenfarbe ausfüllen, damit das Verblenden besser funktioniert.
Das Verblenden ist dann auch das A und O. Es darf nicht alles kreuz und quer verwischt werden, sondern nur leicht verblendet, damit die geschminkten Partien auch wirken können.
Am besten klappt dies mit einem Make-Up-Schwämmchen.

Das eckige Gesicht:

Das eckige Gesicht. Foto: Carolin Hinz

Das eckige Gesicht.
Foto: Carolin Hinz

Das Prinzip habe ich ja schon bei der schmalen Gesichtsform erklärt.
Beim eckigen Gesicht werden linke und rechte Ecke von Stirn und Kiefer kaschiert, indem man oval den dunklen Ton aufträgt. Damit die Seiten auch weicher wirken, trägt man den Ton auch wieder unter den Wangenknochen auf.
Beim Highlighten wird eigentlich die ganze Gesichtsmitte beachtet: Stirn, Nasenrücken, Kinn und Wangen dürfen schön schimmern. Dann muss das Ganze nurnoch zart verblendet werden!

Das runde Gesicht:

Das runde Gesicht. Foto: Carolin Hinz

Das runde Gesicht.
Foto: Carolin Hinz

Das runde Gesicht wird schmaler gezaubert, indem man sich auf die Seiten konzentriert. Wangenknochen werden dunkel betont, sowie auch Stirnseiten bis zu den Schläfen und der seitliche Kieferbereich.
Wer mag, kann dann wieder mit Highlighter die Gesichtsmitte betonen und dann alles schön verblenden!

Und so sah der Selbstversuch ‚Contouring‘ bei mir aus:

IMG_6464 IMG_6465

Vollgeschmiert mit meiner Kriegsbemalung sieht es noch etwas nach Karneval aus.
Aber nach dem Verblenden sieht es gleich viel besser aus.

Alles ist verblendet. Foto: Carolin Hinz

Alles ist verblendet.
Foto: Carolin Hinz

Wenn man mit dieser Art der Grundierung fertig ist, kann man sich natürlich wie gewohnt schminken, und bei mir sah das dann so aus:

Fertig! Foto: Carolin Hinz

Fertig!
Foto: Carolin Hinz

Ich bin mit dem Ergebnis zufrieden und auch wirklich begeistert, wie man mit so einer einfachen ‚Malerei‘ sein Gesicht perfekt modellieren kann und hinterher sieht man wirklich keine dunklen Balken oder helle Streifen mehr!

Viel Spaß beim Nachmachen 🙂