Mehrere Male bin ich schon an den Plakaten der Burritos Hermanos in der Fahrstraße 8 in der Nähe des Viehmarkts vorbeigelaufen und hab ihnen kaum Beachtung geschenkt. Ich dachte, es handelt sich entweder um Werbung für eine Wrestling-Veranstaltung oder ein Konzert einer Band außerhalb meines Musikgeschmacks.

Erst später wurde mir bewusst, was wirklich dahinter steckt. Burritos Hermanos wird Triers erstes Bistro mit typisch mexikanischer Küche. Sofort kamen die Erinnerungen an New York und zahlreiche Taco-Bell-Besuche zurück, und die Vorfreude wuchs. Dass ich nicht der einzige bin, dem das so geht, zeigt ein Blick auf die Facebook-Seite der Burrito-Brüder (was der Name übersetzt bedeutet), denn dort haben sich schon über 1000 Likes angesammelt.

Grund genug für mich, Kontakt mit den kreativen Köpfen dahinter aufzunehmen. Super schnell und unkompliziert kam dann ein Treffen an einem sonnigen Nachmittag mit dem äußerst sympathischen Dirk, einem der beiden Besitzer, zustande.

Dirk & Ich

Dirk & Ich

Ihm kam die Idee zur TexMex-Küche, während er in Amerika lebte. Durch die Liebe zu seiner Freundin, die in Trier lebt, wuchs über die Jahre auch die Liebe zu dieser Stadt. Zum Glück muss man sagen, denn Trier hat Alternativen zu Subway und Co. dringend nötig. Doch Dirk und seinem Geschäftspartner Tobias ist es wichtig, dass Ihre original mexikanischen Kreationen nicht als eingedeutschtes Fast Food abgestempelt werden, denn das sind sie definitiv nicht.

Man wird zwar trotzdem nicht lang auf sein Essen warten, aber das Rindfleisch für die Burritos muss ca. 8 Stunden garen und wird daher am Vortag angesetzt. Es wird keine 0-8-15-Guacamole geben, uns erwarten nach und nach Eigenkreationen wie Erdbeersalsa oder Mangosalsa, auch Vegetarier und Veganer werden satt und so wie es klingt, gehen den beiden die Ideen für eine lange Zeit nicht aus.

Ein Ende ist also lang nicht in Sicht, nur der Anfang ist noch nicht genau definiert. In dem kleinen Laden erkennt man schon deutlich den schlichten industrial Style, den die beiden kreieren wollen. Doch man sieht auch, dass es mit dem erhofften Pre-Opening Ende April knapp werden könnte.

Ein unerwarteter Wasserschaden, unzuverlässige Arbeiter und spitzfinde Vorschriften haben nicht nur eine Uni-Sex-Toilette (was für ein toller Toiletten-Check wäre das geworden), sondern auch das planmäßige Voranschreiten der Umbauarbeiten verhindert. Dass das aber nicht selten ist, dass man aber trotzdem durchhalten sollte und solche für Trier experimentellen Restaurants in Trier funktionieren können, bestätigte übrigens der Freund der Inhaberin des japanischen Schnellrestaurants Chibi-ya in der Glockenstraße, der während unseres Gesprächs ebenfalls mal einen Blick in den Laden geworfen hat (ich verspreche ich schaue in naher Zukunft auch bei euch mal rein).

Ich drücke jedenfalls Dirk und Tobias fleißig die Daumen, dass in der heißen Phase alles nach ihren Vorstellungen vorangeht und ganz bald mexikanische Düfte durch die Innenstadt wehen.

Also: „ ¡Arriba! ¡Arriba! ¡Ándale! ¡Ándale! – Wir wollen Burritos!!!

Ich werde natürlich sofort nach der Eröffnung wieder kommen und berichten.